DrinkStar unterstützt Initiative gegen Zuckersteuer

Die DrinkStar GmbH hat sich gemeinsam mit über 300 Unternehmen der deutschen Getränkewirtschaft an einem offenen Brief gegen die geplante Einführung einer Zuckersteuer beziehungsweise Zuckerabgabe beteiligt. Gemeinsam mit der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (wafg) und weiteren Branchenverbänden setzen wir uns für wirksame Lösungen statt zusätzlicher Belastungen für Verbraucher und Unternehmen ein.

Über 300 Unternehmen der Getränkewirtschaft
wenden sich gegen geplante Zuckersteuer

Offener Brief:
Betriebe warnen vor neuen Belastungen für Mittelstand und Verbraucher

Berlin/Bonn, 30. Juni 2026 – Mehr als 300 Unternehmen der deutschen Getränkewirtschaft haben sich in einem gemeinsamen offenen Brief gegen die von Bundesregierung und Bundestag geplante Einführung eine Zuckersteuer bzw. -abgabe auf Getränke ausgesprochen. Die Unternehmen unterstützen damit die Position der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (wafg), des Verbands Deutscher Mineralbrunnen (VDM), des Verbands der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF), des Deutschen Brauer-Bundes (DBB) sowie der Privaten Brauereien Deutschland. Gemeinsam mit den Branchenverbänden appellieren sie an die Politik, auf zusätzliche Belastungen für Unternehmen und Verbraucher zu verzichten.

In ihrem Brief machen die Unternehmen deutlich, dass die Getränkewirtschaft in Deutschland von einer großen Vielfalt und überwiegend mittelständischen Betrieben geprägt ist und aus hunderten regional verwurzelten Familienunternehmen besteht. Diese Betriebe sind in den vergangenen Jahren bereits erheblich durch gestiegene Energie-, Logistik-, Verpackungs- und Personalkosten belastet worden. Hinzu kommen die Auswirkungen der Konsumzurückhaltung sowie die anhaltende Krise der Gastronomie. Vor diesem Hintergrund warnen die Betriebe vor den Folgen einer zusätzlichen Abgabe.

Nach Auffassung der Branchen würde eine Zuckersteuer nicht nur Unternehmen, sondern auch Verbraucherinnen und Verbraucher empfindlich treffen. Gerade Haushalte mit niedrigem Einkommen müssten mit zusätzlichen Belastungen rechnen. Die Getränkewirtschaft verweist darauf, dass die Lebensmittelpreise bereits heute auf einem sehr hohen Niveau liegen und weitere Preissteigerungen die Kaufkraft vieler Menschen zusätzlich schwächen würden.

Zugleich stellen die Unterzeichner die gesundheitspolitische Wirksamkeit einer Zuckersteuer infrage. Sie verweisen darauf, dass die Befürwortung entsprechender Maßnahmen häufig auf Modellrechnungen beruhe, die eine Wirkung lediglich unterstellen, jedoch nicht beweisen könnten. „Für die Wirksamkeit einer Zuckersteuer fehlen die Belege“, betont die Getränkewirtschaft. Darüber hinaus hebt die Branche hervor, dass sie bereits erhebliche Fortschritte bei der Zuckerreduktion erzielt hat. Nach offiziellen Erhebungen sei der Zuckergehalt marktrelevanter Erfrischungsgetränke seit 2018 in Deutschland um rund 15 Prozent gesunken. Grundlage hierfür sei eine erfolgreiche Eigeninitiative der Unternehmen, die durch Rezepturänderungen, Innovationen und ein erweitertes Angebot kalorienreduzierter bzw. Zero-Produkte umgesetzt worden sei: „Die Zahlen zeigen: Zuckerreduktion bei Getränken ist bereits Realität“, so die Unterzeichner.

Aus Sicht der Getränkewirtschaft würde eine Zuckersteuer weder die komplexen Ursachen von Übergewicht und ernährungsmitbedingten Erkrankungen lösen, noch einen nachhaltigen Beitrag zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung leisten. Stattdessen handele es sich um eine symbolpolitische Maßnahme, die erhebliche wirtschaftliche und bürokratische Belastungen verursache. Insbesondere zeigen weder die Erfahrungen in Großbritannien noch in anderen Ländern, dass ein solcher massiver staatlicher Eingriff die Gesundheit der Bevölkerung verbessert habe.

Hinzu komme, dass eine Zuckersteuer zu keinen verlässlichen fiskalischen Einnahmen führe. Die bisherigen Modellbetrachtungen blendeten die absehbar hohen Kosten für die Steuererhebung ebenso aus wie die Kosten der Überwachung. Hinzu komme, dass sich die Bundesregierung auf dieser Grundlage selbst nicht sicher sei, welche Einnahmen kurz- und langfristig tatsächlich realisierbar werden. Außerdem bringe die Maßnahme keine relevanten Einsparungen für das GKV-System — der zugrunde liegende Bericht der Finanz-Kommission Gesundheit an die Bundesregierung gehe selbst nur von einem „durchschnittlichen jährlichen Einsparpotenzial von etwa 20 bis 170 Mio. Euro im GKV-System“ aus.

Vor diesem Hintergrund appellieren die mehr als 300 unterzeichnenden Unternehmen eindringlich an Bundesregierung und Bundestag, auf neue Belastungen zu verzichten und den handwerklichen und mittelständischen Betrieben Planungssicherheit zu geben. „Unsere Betriebe brauchen in außergewöhnlich fordernden Zeiten Verlässlichkeit und eine Perspektive für die Zukunft, keine neuen Belastungen“, heißt es abschließend in dem Brief.

Ansprechpartner für die Medien:

Dr. Detlef Groß,
Hauptgeschäftsführer Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke e.V.
Tel. 030 / 2592580, mail@wafg.de, www.wafg.de

Jürgen Reichle,
Geschäftsführer Verband Deutscher Mineralbrunnen e.V.
Tel. 0228 / 9599012, info@vdm-bonn.de, www.vdm-bonn.de

Klaus Heitlinger,
Geschäftsführer Verband der deutschen Fruchtsaftindustrie e.V.
Tel. 0228 / 954600, info@fruchtsaft.org, www.fruchtsaft.org

Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer Deutscher Brauer-Bund e.V.
Tel.: 030 / 20916725, info@brauer-bund.de, www.brauer-bund.de

Roland Demleitner,
Bundesgeschäftsführer Private Brauereien Deutschland e.V.
Tel.: 06431/52048, info@private-brauereien-deutschland.de,
www.private-brauereien.de


OFFENER BRIEF DER GETRÄNKEUNTERNEHMEN WIRTSCHAFT BRAUCHT VERLÄSSLICHKEIT, KEINE NEUEN BELASTUNGEN

Wir wenden uns heute anlässlich des Vorschlags zur Einführung einer Zuckersteuer bzw. Zuckerabgabe auf Getränke an Sie, um auf die wirtschaftliche Situation der mittelständisch geprägten Getränkewirtschaft aufmerksam zu machen. Die Einführung einer Zuckersteuer würde eine weitreichende staatliche Lenkungsmaßnahme darstellen, die erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen für unsere Unternehmen hätte. Überdies würde eine Zuckersteuer Verbraucherinnen und Verbraucher wie auch Betriebe in wirtschaftlich schwierigen Zeiten außerordentlich zusätzlich belasten und tief in Marktmechanismen eingreifen, ohne dass ihre angestrebte gesundheitspolitische Wirksamkeit wissenschaftlich belastbar belegt wäre.

Wir möchten diesen Offenen Brief nutzen, um unsere Bedenken darzulegen:

Die Getränkewirtschaft in Deutschland ist vor allem mittelständisch geprägt und besteht aus hunderten, in der Region verwurzelten Familienbetrieben – darunter viele kleinere Brunnen, Brauereien und Hersteller von Fruchtsaft- bzw. Erfrischungsgetränken. Die Unternehmen verfügen über begrenzte finanzielle, personelle und administrative Ressourcen und sind in den letzten Jahren ohnehin durch steigende Kosten etwa für Energie, Logistik, Verpackungen und Personal überlastet. Der Einbruch des privaten Konsums und die Krise der Gastronomie haben die Situation nochmals verschärft. Zusätzliche Belastungen durch eine Steuer und deren betriebliche Umsetzung würden viele Unternehmen hart treffen – Betriebe, die für regionale Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Vielfalt im Markt stehen. Während die von Befürwortern einer Zuckersteuer in Aussicht gestellten Einnahmen deutlich zu hoch geschätzt erscheinen, werden hingegen die zwangsläufigen Kosten für deren Erhebung unterschätzt. Betrieben bei der Erfassung und Behörden bei der Überwachung droht hier immenser Mehraufwand, der bisher in der politischen Debatte völlig ausgeblendet wurde.

OFFENER BRIEF DER GETRÄNKEUNTERNEHMEN

Mehrkosten für Verbraucherinnen und Verbraucher in angespannten Zeiten

Für die Bürgerinnen und Bürger ist die geforderte Steuer mit zusätzlichen Belastungen und höheren Ausgaben verbunden. Jede Preiserhöhung für Lebensmittel wird Haushalte mit niedrigem Haushaltseinkommen in besonderer Weise treffen – und dies in Zeiten ohnehin hoher und weiter steigender Preise. Der Anstieg im Preisniveau dürfte voraussichtlich zu weiteren staatlichen Interventionen führen, zum Beispiel bei der Berechnung zu erhöhender sozialer Transfergelder. Tragen müssen diese Lasten alle Konsumentinnen und Konsumenten, unabhängig davon, ob die bemühten gesundheitlichen Erwägungen für sie überhaupt relevant sind.

Für die Wirksamkeit einer Zuckersteuer fehlen die Belege

Studien, die mit Blick auf Gesundheitsförderung einen solchen staatlichen Eingriff befürworten, beruhen wesentlich auf Modellrechnungen, die eine Wirkung lediglich unterstellen, jedoch nicht belegen. Dies wird einer Politik, die den Anspruch hat, faktenbasiert und wissenschaftsbasiert zu sein, nicht gerecht. Zudem zeichnen die Befürworter in der politischen Debatte ein Bild, das nicht mit der tatsächlichen Entwicklung in Deutschland übereinstimmt. Unter anderem ist der Konsum zuckerhaltiger Erfrischungsgetränke bei Kindern und Jugendlichen in den vergangenen Jahren zurückgegangen (vgl. des Robert-Koch-Instituts).

Die Zahlen zeigen: Zuckerreduktion in der Kategorie ist bereits Realität

Die Branche hat längst bei der Kalorien- bzw. Zuckerreduktion gehandelt – und dies erfolgreich. So wurde der Zuckergehalt von marktrelevanten Erfrischungsgetränken nach offiziellen Erhebungen seit 2018 um rund 15 Prozent reduziert (vgl. Ergebnisse des Produktmonitorings des Max-Rubner-Instituts). Maßgeblich hierfür ist eine freiwillige Selbstverpflichtung, die durch Reformulierungen, Innovationen und ein breiteres Produktangebot erfolgreich umgesetzt wurde. Die Einführung einer Steuer würde diesen erfolgreichen Ansatz nachträglich konterkarieren.

Gesundheitspolitisch ist die Zuckersteuer lediglich Symbolpolitik

Übergewicht und ernährungsmitbedingte Erkrankungen sind und bleiben komplexe gesellschaftliche Herausforderungen. Diese lassen sich nicht durch die isolierte Verteuerung einzelner Produkte bzw. einzelner Kategorien oder Nährstoffe lösen. Möglicherweise kann eine solche Steuer partiell den Konsum lenken. Sie wird aber keine nachhaltige Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung erreichen. Ebenso kann diese Steuer nicht die strukturelle Ausgabenproblematik der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland lösen.

Vor diesem Hintergrund appellieren wir im Namen der betroffenen Unternehmen eindringlich an Sie: Die Betriebe brauchen in außergewöhnlich fordernden Zeiten Verlässlichkeit und eine Perspektive für die Zukunft, keine neuen Belastungen!

Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung und stehen jederzeit gerne für Gespräche zur Verfügung.

Weitere Informationen:
DrinkStar GmbH 

Volkmar Goebel
Äußere Oberaustr. 36/5
83026 Rosenheim
Deutschland
Tel. ++49 8031-2434-20
volkmar.goebel@drinkstar.de



Über DrinkStar GmbH, das Unternehmen hinter FRUCADE:
Die auf alkoholfreie Getränke spezialisierte Rosenheimer DrinkStar GmbH ist Tochter der Symrise AG und agiert als eigenständige Handelsgesellschaft vorrangig in Deutschland und Österreich. Je nach Absatzmarkt vergibt DrinkStar entweder Lizenzen oder bietet einen eigenen Vertrieb für die Getränkemarken DEIT, FRUCADE, FRU, GRÖBI, TRi TOP sowie für SPEZI (in Einwegpackungen) und stellt dazu Konzentrate für die Abfüllung sowie die kompletten Marketing- und Werbekonzepte für die vielfach marktführenden Produkte zur Verfügung.

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